Standardisierte Begriffserklärungen gemäß §40 Abs. 6 EnWG

Abrechnungswert (Thermische Gasabrechnung):

Der Verbrauchswert in Kilowattstunden (kWh) ergibt sich durch die Multiplikation des gemessenen Verbrauchswertes in Betriebskubikmeter (Bm³) mit der Zustandszahl und dem Abrechnungsbrennwert.

Abrechnungswert (Elektrische Energie):

Der Verbrauchswert in Kilowattstunden (kWh) ergibt sich aus der Differenz aus End- und Anfangszählerstand. Bei Verwendung eines Wandlers wird dieser Wert mit dem Wandlerfaktor multipliziert.

Abrechnungswert (Thermische Energie):

Der Verbrauchswert in Megawattstunden (MWh) wird mit Wärmemengenzähler gemessen. Diese ermitteln die Wärmeenergie aus dem Volumenstrom des zirkulierenden Mediums und dessen Temperaturdifferenz zwischen Vorlauf und Rücklauf.

Abschlagszahlungen:

Die Abschlagszahlungen sind Teilzahlungen auf bereits geleistete Energielieferungen und werden mit der nächsten Rechnung verrechnet. Die Höhe des Abschlages orientiert sich an dem zu erwartenden Energieverbrauch.

Arbeitspreis:

Mit dem Arbeitspreis werden die Kosten für den Verbrauch einer Kilowattstunde Energie (Strom und Gas) bezeichnet. Bei der Belieferung mit Fernwärme bezieht sich der Verbrauch auf eine Megawattstunde.

Brennwert - Abrechnungsbrennwert:

Jeder Gaszählerstand, der kein Anfangsstand ist, muss gemäß der gültigen anerkannten Regeln der Technik bewertet werden. Dabei erfolgt eine mengengewichtete Berechnung des Brennwertes für den Zeitraum ab dem Datum des letzten vorher liegenden Zählerstandes.

Brennwert - Einspeisebrennwert:

Der mengengewichtete Brennwert des in das Netz des Verteilnetzbetreibers gelieferten Erdgases wird durch den vorgelagerten Übertragungsnetzbetreiber ermittelt und ist die Grundlage für die Berechnung der Abrechnungsbrennwerte für jede Abrechnungsperiode. Der Brennwert gibt an, wieviel Wärme bei vollständiger Verbrennung entsteht, einschließlich der Wärmeenergie, die in den Abgasen gebunden ist.

Codenummer des Netzbetreibers:

Die 13-stellige Codenummer dient der eindeutigen Kennzeichnung des für die Lieferstelle zuständigen Verteilnetzbetreibers.

EEG-Umlage:

Gemäß § 60 Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG) haben die Elektrizitätsversorgungsunternehmen für jede an Letztverbraucher gelieferte Kilowattstunde Strom eine EEG-Umlage an die Übertragungsnetzbetreiber zu entrichten. Mit dieser Umlage wird die Erzeugung von Strom in Anlagen erneuerbarer Energie gefördert.

Gassteuer:

Die Gassteuer ist eine gesetzlich geregelte Verbrauchssteuer, die seit 1999 auf Grund des Gesetzes zur ökologischen Steuerreform erhoben wird. Besteuert wird der Verbrauch bzw. die Entnahme von Erdgas aus dem Netz im deutschen Steuergebiet. Die Energiesteuer Erdgas wird vom Energieversorger erhoben und an den Fiskus abgeführt.

Gasverbrauch:

Der Verbrauchswert in Betriebskubikmeter ist der vom Gaszähler gemessene Gasverbrauch. Multipliziert man diesen mit der Zustandszahl, erhält man den Verbrauch in Normkubikmeter. Der Energieverbrauch in Kilowattstunden ist das Produkt aus den berechneten Normkubikmetern und dem Abrechnungsbrennwert.

Grundpreis:

Der Grundpreis dient der Abdeckung der verbrauchsunabhängigen Kosten.

Konzessionsabgabe:

Entgelte an die Kommune für die Benutzung von öffentlichen Wegen durch Versorgungsleitungen.

KWK-Umlage:

Gemäß Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) haben die Elektrizitätsversorgungsunternehmen für jede an Letztverbraucher gelieferte Kilowattstunde Strom eine KWK-Umlage an die Übertragungsnetzbetreiber zu entrichten. Mit dieser Umlage wird die Erzeugung von Strom in KWK-Anlagen gefördert.

Lieferstelle:

Ort, an dem die Energielieferung erbracht wird.

Messdienstleistung:

Die Messdienstleistung beinhaltet die Erfassung, Verwaltung und Bereitstellung von Zählerdaten.

Messstellenbetrieb:

Der Messstellenbetrieb umfasst die Bereitstellung und Wartung von geeichten Zähleinrichtungen.

Netzentgelte:

Entgelte des Verteilnetzbetreibers für die Nutzung seines Netzes zur Durchleitung von Energie an die Lieferstelle. Diese Entgelte werden dem Lieferanten in Rechnung gestellt.

OBIS-Code:

Der OBIS-Code (Object Identification System) wird zur eindeutigen Identifikation von Messwerten (Energiemengen, Zählerstände) verwendet.

Stromkennzeichnung:

Die nach dem Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) vorgeschriebene Stromkennzeichnung (Energiemix) informiert über die Herkunft des bezogenen Stroms und dessen Umweltauswirkungen.

Stromsteuer:

Die Stromsteuer ist eine gesetzlich geregelte Verbrauchssteuer, die seit 1999 auf Grund des Gesetzes zur ökologischen Steuerreform erhoben wird. Besteuert wird der Verbrauch bzw. die Entnahme aus dem Netz im deutschen Steuergebiet. Die Stromsteuer wird vom Energieversorger erhoben und an den Fiskus abgeführt.

Verbrauch:

Der Energieverbrauch für die jeweilige Abrechnungsperiode wird in Kilowattstunden (kWh) ausgewiesen. Wärmeabrechnungen können auch in Megawattstunden (MWh) erfolgen.

Vertragskonto:

Unter dem Vertragskonto sind die Stammdaten des Kunden, die Angaben zur Lieferstelle sowie alle Zahlungsvorgänge bezogen auf diese Lieferstelle erfasst.

Zählpunkt:

Ein Zählpunkt kennzeichnet eine Lieferstelle eindeutig. Am Zählpunkt werden die relevanten Messdaten erfasst. Über die Zählpunktbezeichnung kann der Standort der Lieferstelle genau identifiziert werden. Im Gegensatz dazu ist die Zählernummer nicht ortsgebunden, da Zähler gewechselt werden können.

Zustandszahl:

Die Zustandszahl dient der Umrechnung der gemessenen Betriebskubikmeter in Normkubikmeter, in dem Temperatur und Druck an der Messstelle gemäß anerkannter technischer Regeln berücksichtigt werden.